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Gemeinde Bubenreuth  |  E-Mail: info@bubenreuth.de  |  Online: http://www.bubenreuth.de

Ein kurzer Streifzug durch die Ortsgeschichte von Bubenreuth

Der Ort Bubenreuth ist wahrscheinlich Anfang bis Mitte des 11. Jahrhunderts n.Chr. entstanden. In einer Zeit also, als die königlichen Amtsträger aus den Höfen und Amtssitzen längs der Regnitz ihre Rodungen in den weiten Wald östlich des Flusses vortrugen. Der Name Bubenreuth (Bubenrode) bedeutet "Rodung des Bubo" (Budbert), d.h., dass ein Mann namens Bubo hier den Wald rodete, sich niederließ und Haus und Hof erbaute.

 

Ursprünglich wurde Bubenreuth erstmals am 24. November 1243 erwähnt. Diese Urkunde ist zwar im ursprünglichen Sinne nicht echt, sondern nachträglich im 13. Jh. über einen früheren Tatbestand angefertigt worden. Außerdem liegt aber noch eine Urkunde vom 25. Januar 1386 vor, in der Bubenreuth erwähnt wird.

 

Bubenreuth war all die Jahrhunderte ein kleiner, ländlicher Ort, dessen Kernstück zwei Lehenshöfe bildeten. Von diesen beiden Lehenshöfen gehörte der so genannte "Scherleshof" dem Baron Eyb und später den Herren Volckamer von Kirchensittenbach. Bei dem anderen Hof handelte es sich vermutlich um den so genannten "Schmiedelhof", der ein Domprobsteiafterlehen der Schlossbesitzer von Rathsberg war und somit zur Domprobstei Bamberg gehörte. Landesherrlich gehörte Bubenreuth zum Fürstentum (Markgrafschaft) Bayreuth.

 

1939 hatte Bubenreuth 415 Einwohner und bis 1949 war diese Zahl auf 695 angestiegen. Die Bevölkerung setzte sich damals aus den in der Landwirtschaft tätigen Personen und dem Rest, der in Erlanger Betrieben seiner Arbeit nachging, zusammen.

 

Ein grundlegender Wandel in der Struktur der Gemeinde trat nach dem Zweiten Weltkrieg auf, als in den Jahren 1949/50 die aus ihrer Heimat vertriebenen Schönbacher Geigenbauer hier angesiedelt wurden. In der Zeit von 1949 bis 1955 wurden etwa 400 Wohnungen neu erstellt und rund 1600 heimatvertriebene Geigenbauer angesiedelt. Sie fanden hier ein neues Zuhause und gleichzeitig wurde der Musikinstrumentenbau in Bubenreuth neu eingeführt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands stand Bubenreuth im alten Bundesgebiet an führender Stelle in der Herstellung von Streich- und Zupfinstrumenten und eine weltweit führende Rolle nimmt Bubenreuth in der Streichbogenherstellung noch heute ein.

 

Mitgebracht haben die Geigenbauer aber auch ihr urwüchsiges Egerländer Musikantentum. Und so haben sie nicht nur Instrumente hergestellt, sondern diese auch in hervorragender Weise zum Klingen gebracht. Blaskapellen, Chöre und "Stubenmusiken" legen davon ein hörbares Zeugnis ab - und wo sonst noch gibt es in einem Ort vergleichbarer Größe ein voll funktionsfähiges Sinfonieorchester?

 

Zusammen mit dem althergebrachten fränkischen Brauchtum, z.B. der "Kerwa" (Kirchweihe), die in Bubenreuth immer an Johanni oder am Sonntag danach gefeiert wird und in langer Tradition mit der Burschenschaft "Bubenruthia", die seit etwa 1817 eng mit Bubenreuth und den Bubenreuthern verbunden ist, leben heute "Altbubenreuther", "Siedler" und "Neubürger" harmonisch miteinander zusammen und haben dafür gesorgt, dass sich Bubenreuth zu einer stattlichen und sauberen Ortschaft entwickelt hat, die im Jahre 2003 rund 4.700 Einwohner zählt und über alle Einrichtungen verfügt, die das Leben in diesem großen "Dorf" so lebens- und liebenswert machen.

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